Dagmar Borchert 

Stubentiger, Holzöfen und Gartenfreuden

Weckmänner

 

Früher ein Gebäck, vermutlich nur am Nikolaustag, später auch am Martinstag und mittlerweile in der gesamten Adventzeit zugegen, (Stutenkerl oder Piepenkerl im Westfälischen; Hefekerl in der Schweiz; aber auch Printenmann, Hanselmann, Klasenmann). Es handelt sich dabei um ein  Gebildebrot (das bedeutet eine mit Weizenmehlteig geformte oder in den Teig geformte Figur). Ich persönlich trickse mit einer Aussteherform ;-)

Dargestellt ist ein Bischof! Die heute meist vorfindliche Tonpfeife ist ein Irrtum: Dreht man die Tonpfeife mit dem Kopf nach oben, so erkennt man noch heute, dass statt der Tonpfeife ursprünglich ein Bischofsstab angebracht war.

 

Die Bezeichnung Printenmann drückt die Form aus -  Stuten, Stutenkerl und Wecken, Wegge oder Weckmann, Weggmann, bezeichnen Teigart und Form des Gebäcks.

Verwendet wird ein meist gesüßter Hefeteig. Häufig wird er mit Rosinen für das Gesicht und die Knopfleiste verziert. Manchmal wird er auch noch mit Zucker bestäubt und/oder bekommt eine tönerne Pfeife eingesteckt. Früher wurde meist nur einfacher Brotteig verwendet. Brotteige und Brotrezepte gibt es übrigens jede Menge beim Brotbackportal.

Grundrezept für den Hefeteig:
500 gr Mehl
1/2 Würfel Hefe
50 gr Zucker
1/4 l Milch
1 Tl Salz
1 großes bzw. 2 kleine Eier
50 - 80 gr Butter
Mit diesem obigen Rezept bereite ich auch Osterhasen zu, die frittiert werden - ähnlich Berlinern.

Dagmar Borchert 

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